Trauma · 18. Oktober 2020
Trotz aller Fortschrittlichkeit des 21. Jahrhunderts hat sich der gesellschaftliche Blick auf das Zusammenleben mit Kindern seit Jahren wenig verändert; es wird zumeist als kräftezehrender Machtkampf gesehen. Darum ist es ratsam, Erziehung kritisch zu betrachten und stattdessen eine gute Beziehung zu sich selbst und anderen anzustreben. Dafür ist die Aufarbeitung unserer eigenen Geschichte notwendig. Ein Überblick aus traumatheoretischer Perspektive. Zurück zu sich selbst Ein...

18. April 2019
In Aufstellungen nach der Methode von Franz Ruppert zeigt sich oft, dass Menschen zeitlebens darunter leiden, dass ihre (traumatisierten) Eltern sie nicht um ihrer Selbst Willen geliebt haben. Vom elterlichen Trauma wissen die Kinder nichts. Sie denken, es ist ihre eigene Schuld, dass sie nicht in dem Maße geliebt werden, wie sie es bräuchten. => "Ich bin falsch, wie ich bin.", "Ich bin nicht liebenswert". In seiner Identitätsorientierten Psychotraumatheorie und -Therapie spricht Ruppert...

16. April 2019
Leben oder Überleben? Ein Grund dafür, warum uns oft selbst nicht bewusst ist, dass wir ein Trauma erlitten haben, ist der große Aufwand, den unsere Psyche betreibt, um uns unter allen Umständen an seiner Aufdeckung zu hindern. Unsere Überlebensanteile arbeiten oft mit komplexen und ausgeklügelten Überlebens-Strategien, deren Aufgabe genau dies ist: die Trauma-Anteile unter allen Unständen zu unterdrücken. Das Perfide ist, dass Überlebens-Strategien oft gar nicht unser Überleben...

03. April 2019
Wir haben in uns dieses Wechselspiel der Anteile. Sie sind gebildet worden, als sich unsere Psyche bei einer unaushaltbaren Situation teilen musste, um unser Überleben zu sichern. Ich möchte nochmal betonen, dass wir das alle tun und das nichts mit einer psychischen Diagnose zu tun hat. Es ist ein normaler Mechanismus unserer Psyche. Wie wird entschieden, welcher Anteil gerade 'das Sagen hat'? Also welcher der Anteile gerade Entscheidungen trifft, aus welchem unsere Emotionen, die wir in der...

Trauma · 26. März 2019
Unsere Psyche spaltet sich während einer Traumaerfahrung. Zunächst sichert die Psyche damit unser Überleben. Stellt euch z.B. vor, ein Kind, das von seinen Eltern geschlagen wird, hätte diesen Ausweg nicht: Es würde zugrunde gehen, weil der Schmerz nicht auszuhalten wäre. Der Schmerz wird weit weg geschoben und gedeckelt - schließlich ist das Kind auf seine Eltern angewiesen und liebt sie. Es gibt kein Entrinnen. So erklärt es sich übrigens auch, dass genau solche Kinder ihre Eltern...

20. März 2019
Unsere Psyche schützt uns in Notsituationen durch die Notfallmechanismen (Kampf und Flucht). Wenn die nicht greifen, also wir uns durch Wegrennen und Kämpfen nicht aus einer misslichen Lage retten können, gibt es zwei Möglichkeiten, wie die Psyche sich noch helfen kann. Die eine ist, wir dissoziieren. Es fühlt sich dann für uns so an, als würden wir das, was gerade passiert, von außen beobachten. Oder so, als würde es nicht uns selbst passieren. Wir sind gefühlt ganz weit vom...

16. März 2019
Notfallprogramme Immer, wenn wir eine Erfahrung machen, die uns 'den Boden unter den Füßen wegreisst', bei der wir 'neben uns stehen', die uns 'sprachlos zurück lässt' - dann hilft sich unsere Psyche mit unterschiedlichen Notfall--Programmen. Sie rettet uns das Leben. In bedrohlichen Situationen muss es schnell gehen - wir haben keine Zeit zu Überlegen, unsere Psyche führt die Programme automatisch, ohne unser aktives Zutun aus. Wenn wir Angst haben oder uns angegriffen fühlen (auch im...

15. März 2019
Das ist Franz Rupperts Spaltungs-Modell der Psyche. Wir haben in uns • Gesunde Anteile (GA), • Traumatisierte Anteile (TA) & • Trauma-Überlebensanteile (ÜA). Die Persönlichkeitsanteile werden auch oft als Innere Kinder / Innere-Kind-Anteile bezeichnet, sie können aber z.B. auch das Alter und den Entwicklungsstand einer/s Jugendlichen oder Erwachsenen haben. . Die Anteile sind alle immerzu in uns vorhanden und jeder will von uns beachtet werden. Beim Buhlen um unsere Aufmerksamkeit...

Elternschaft · 10. März 2019
Ich bin gelernte Erzieherin... würde mich heute aber nicht mehr so nennen und auch nicht mehr in dem Arbeitsfeld arbeiten wollen. Zu sehr unterscheiden sich die 'Praktiken' (Strafen, Loben, Gleichmachen, ..) von meinen Werten. Und zu sehr genieße ich die Zeit mit meinem Kind. Ich möchte es selbst begleiten. Auch der 'Sinn', den Einrichtungen wie Krippen und Kindergärten haben sollen (Förderung, Erziehung durch Fremde, alle manchen das gleiche zur selben Zeit und sind stets mit den selben...

Inneres Kind · 06. Februar 2019
Ich bin im Februar, sozusagen im Fasching, geboren. Sternzeichen Wassermann. Und ja, ich mochte und mag es wirklich gerne, mich zu verkleiden und in andere Rollen zu schlüpfen. Zu meinen Kindergeburtstagen bat ich die Gäste in der Regel, verkleidet zu kommen. Wo ich so darüber nachdenke, merke ich: Es sind glückliche Kindheitserinnerungen, die ich mit Fasching verbinde. Geburtstag haben, im Mittelpunkt stehen. Gesehen werden. Am Geburtstag war das irgendwie normal, selbstverständlich. Das...

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